„Hier kann ich so sein, wie ich bin“: Mental Health-Reha für Kinder und Jugendliche in Wiesing
Wenn psychische Belastungen den Alltag von Kindern und Jugendlichen zunehmend bestimmen, kann professionelle Unterstützung entscheidend sein. Im OptimaMed Rehabilitationszentrum Wiesing finden junge Menschen einen geschützten Rahmen, um neue Strukturen aufzubauen und wieder mehr Sicherheit im Alltag zu gewinnen.
Ein geregelter Tagesablauf, zur Schule gehen, Freunde treffen, ausreichend schlafen: Was selbstverständlich klingt, kann für psychisch belastete Kinder und Jugendliche zur Herausforderung werden. Hier setzt die Mental Health-Reha im OptimaMed Rehabilitationszentrum Wiesing an. Seit März 2023 arbeitet ein multiprofessionelles Team daran, die körperliche und psychische Gesundheit von jungen Patient:innen aus ganz Österreich nachhaltig zu verbessern.
„Reha macht ganz viel Sinn, wenn es der richtige Zeitpunkt ist.“
Prim. Dr. med. Melanie Reiter
Wenn aus Rückzug wieder Gemeinschaft wird
Die Gemeinschaft während der Reha kann viel bewirken: „Nach fünf Wochen sind viele selbstbewusster und kommunikativer“, berichtet Reiter. „Hier kann ich so sein, wie ich bin“ ist einer der schönsten Sätze, die die Fachärztin in ihrer Arbeit gehört hat. Er bringt auf den Punkt, was Rehabilitation neben medizinischer und therapeutischer Begleitung leisten kann: einen Raum zu schaffen, in dem Kinder und Jugendliche erleben, dass sie mit ihren Schwierigkeiten nicht allein sind.

Zwischen Smartphone und Scheinsicherheit
Dass die psychische Gesundheit junger Menschen heute unter besonderen Vorzeichen steht, erlebt Reiter täglich. Vor allem ab der Pubertät spielen soziale Medien aus ihrer Sicht eine enorme Rolle. Sie spricht von einer Art „Scheinsicherheit“: Wer sich stark in die digitale Welt zurückzieht, muss sich weniger mit schwierigen Situationen und realen zwischenmenschlichen Beziehungen auseinandersetzen. Gerade diese Auseinandersetzung sei jedoch für die persönliche Entwicklung wichtig. Auch künstliche Intelligenz begegnet ihr inzwischen in diesem Zusammenhang. Jugendliche würden etwa ChatGPT als eine Art Gesprächspartner oder „Therapeuten“ nutzen.
„Tirol verfügt über ein sehr gutes psychosoziales Netz. Je früher Hilfe angenommen wird, desto wirksamer ist sie.“
Prim. Dr. med. Melanie Reiter

„Früh Hilfe holen“
Was können Eltern tun, wenn sie merken, dass ihr Kind zunehmend Schwierigkeiten hat? Reiters Botschaft ist eindeutig: Unterstützung sollte nicht erst dann gesucht werden, wenn die Situation kaum mehr zu bewältigen ist. Tirol verfüge über ein sehr gutes psychosoziales Netz mit unterschiedlichen Hilfsangeboten. Je früher Unterstützung angenommen werde, desto eher könnten sich Kinder, Jugendliche und Familien auf neue Lösungswege einlassen.
Ein Haus, in dem unterschiedliche Wege zusammenkommen
Was das Rehabilitationszentrum Wiesing für Reiter besonders macht, sind das Team und die Vielfalt im Haus. Kinder und Jugendliche mit körperlichen Erkrankungen begegnen jenen, die aufgrund psychischer Belastungen hier sind. Diese Durchmischung erlebt Reiter als Bereicherung: „Die jungen Menschen sehen einander, kommen miteinander in Kontakt und können voneinander lernen.“ Denn so unterschiedlich die Gründe für eine Rehabilitation sein können, geht es häufig um ähnliche Ziele: wieder am Alltag teilnehmen, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gewinnen und Schritt für Schritt selbstständiger werden.

OptimaMed Rehabilitationszentrum Wiesing GmbH
Dorf 2 p, 6210 Wiesing
T +43 (0)5244 205 88-0
E kinderreha-wiesing@optimamed.at
www.kinderreha-wiesing.at


