Was ist die Bindegewebsmassage?

Was ist eigentlich eine Bindegewebsmassage? Und wann kommt sie zum Einsatz? Unsere Tirol Q Expertin und Heilmasseurin Patrizia Mancini-Mair klärt auf.

Was ist eine Bindegewebsmassage und was passiert dabei?

Die Bindegewebsmassage bezieht sich auf das gesamte autonome Nervensystem (Vegetativum). Sie wird ohne Öle oder anderen Gleitmitteln angewendet. Bei einer Bindegewebsmassage werden sensible Nervenfasern, die bis in die Unterhaut (Subcutis) reichen, durch manuelle Reize an der Haut aktiviert und es kommt zu einer Wechselwirkung zwischen Haut und inneren Organen. Spezialisten, die die Technik anwenden, können an der Haut Krankheitszeichen sehen, ertasten und für den Patienten spürbar machen.

„Die Hautabschnitte mit den jeweiligen dazugehörigen Organen, Muskulatur, Gefäße, Knochen Nerven und innere Organe,  nennt man Dermatom. Durch die Bindegewebsmassage lässt sich über oberflächige Schichten des Körpers die tieferen Schichten des Körpers erreichen und es kommt zu einer positiven Reflexion“, erklärt unsere Expertin und Heilmasseurin Patrizia Mancini-Mair.

Was ist das Bindegewebe?

Das Bindegewebe ist – wie alle Gewebe – aus Zellen und Interzellularsubstanzen aufgebaut. Zwischen der Unterhaut und der Muskulatur befindet sich die Oberflächen-Faszie. Zwischen den Schichten der Faszie und der Unterhaut findet ein ständiger Austausch von Körperflüssigkeiten statt. Diese sind wohl für die Versorgung des Gewebes, als auch für das Immunsystem von großer Wichtigkeit. Aus verschiedenen Gründen wie zum Beispiel Bewegungsmangel, Erkrankungen des Bewegungsapparates und vieles mehr, kann es im Bereich der Unterhaut und der Faszien zu Verklebungen kommen, die bei der Bindegewebsmassage behandelt werden.

Was leistet die HeilmasseurIn – Patrizia Mancini-Mair klärt im Video auf.

Was passiert bei der Bindegewebsmassage?

Die  Bindegewebsmassage, kurz BGM, und auch die weiter entwickelte SRT (Subcutane Reflextherapie nach Häfelin) sollten nur nach einer speziellen Befunderhebung zum Einsatz kommen. Über die Beurteilung der Haut lässt sich der Zustand des Gewebes, der Durchblutung und Sensibilität feststellen.  Mit der Techniken setzen HeilmasseurInnen direkt in der tiefen Verschiebeschicht der Haut an. Dabei werden Verklebungen systematisch gelöst, der Stoffwechsel aktiviert und über die sensiblen Nerven das gesamte autonome Nervensystem beeinflusst – es kommt zum Heilungsprozess.

Unsere Expertin dazu:

„Gerade heute wo man ständig von Faszientechniken spricht,  sollte man die sehr wertvollen Techniken der BGM nach Dicke und SRT nach Häfelin nicht unterschätzen.“

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