Tipp: Die richtigen Bergschuhe

Die warmen Frühlingstage können nun endlich in vollen Zügen im Freien genossen werden. Viele zieht es daher auf die Berge. Ob kleine Wanderung oder ausgedehnte Hüttentour, das passende Schuhwerk spielt eine große Rolle. Daher ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, die eigenen Bergschuhe etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Unser Tirol Q Experte und Maßschuhmacher Marc Achmüller vom SchuhLabor in Steinach am Brenner weiß mehr zu den richtigen Bergschuhen.

Optischer-Bergschuh-Check

Woran erkennt man nun, ob der Wanderschuh für diese Saison noch geeignet ist oder nicht? „Am Beginn steht immer ein optischer Check“, erklärt Tirol Q Experte und Maßschuhmacher Marc Achmüller die Vorgehensweise, „das kann auch jeder ganz einfach zu Hause machen“.

Folgende Punkte sollten beim optischen Bergschuh-Check beachtet werden:

  • Sind alle Nähte noch ganz?
  • Sind die Schnürsenkel noch ganz?
  • Ist das Fersenfutter löchrig?
  • Hat die Gummisohle noch genügend Profil?
  •  Sind die Sohlen einseitig abgelaufen?
  • Löst sich die Zwischensohle auf, bzw. ist sie schon porös?
  •  Wie alt sind die Schuhe eigentlich?

Wenn diese Punkte nicht zutreffen und der Schuh noch recht neu ist, kann er auf jeden Fall diese Saison getragen werden. Aber auch wenn die ein oder andere Frage mit „Nein“ beantwortet wird, heißt das noch lange nicht, dass man sich von seinem Schuh verabschieden muss. Denn ausgebildete Maßschuhmacher können sehr viel reparieren.

„Es ist wichtig, einen Fachmann aufzusuchen. Dieser berät kompetent und ehrlich. Er kann sehr viel reparieren, sodass der Schuh wie neu ist“, gibt Marc Achmüller zu bedenken. Auch er nimmt in seinem SchuhLabor in Steinach am Brenner, wie die anderen Tirol Q Orthopädie- und Maßschuhmacher-Betriebe, gerne Beratungen zu Bergschuhen vor.

Video-Tipp von Marc Achmüller: Wann gehören Berg- und Wanderschuhe ausgetauscht?

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Wenn der Schuh dann doch ausgetauscht wird, sollte beim Schuhkauf einiges beachtet werden. Am wichtigsten ist es natürlich, dass sich der Kunde vorab die Frage stellt, wo der Schuh überhaupt zum Einsatz kommt. Dann spielen auch seine Festigkeit, die Wasserdichte, sowie die Höhe des Schaftes eine große Rolle. Einen Unterschied gibt es nicht zuletzt auch in der Verarbeitung und Qualität eines Schuhs. „Auch hier kann ich nur empfehlen, beim Spezialisten zu Kaufen. Es wird oft falsch beraten und auch der teuerste Schuh macht dann beim Tragen einfach keine Freude“, ergänzt Achmüller.

Tipps für den Kauf des optimalen Bergschuhs:

  • Auf verschiedene Weiten des Schuhs achten, nicht jeder Fuß hat dieselbe Breite
  • Die richtigen Socken anziehen (entweder gleich die eigene, oder mit idealen neuen Socken probieren)
  • Gute Beratung vom Spezialisten
  • Dem Eignungszweck entsprechende Schuhe kaufen: Man wird mit einem hochalpintauglichen, steigeisenfesten Bergschuh bei einer Almwanderung wenig Freude haben, umgekehrt natürlich genauso.
  • Auf das Gewicht des Schuhs achten
  • Auf ein gutes Abrollverhalten achten
  • Die richtige Größe (nicht zu kurz, da man auch Bergab gehen muss) wählen

Wie lange hält ein Bergschuh?

Es gibt keine allgemein gültige Regel, wie lange Bergschuhe halten. Entscheidend ist immer der Gesamtzustand, der vom Fachmann gerne überprüft wird.

Die richtige Pflege

Den Wander- oder Bergschuh regelmäßig reinigen, immer gut trocknen und auslüften. Lederfett bitte nur für Schuhe, die auch dafür geeignet sind.

Maßschuhmacher Marc Achmüller vom SchuhLabor in Steinach am Brenner

Maßschuhmacher Marc Achmüller vom SchuhLabor in Steinach am Brenner

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