Tipp: Die richtige Handpflege

Händewaschen ist, gerade in der momentanen Zeit, wichtiger denn je. Wir waschen uns häufig und intensiv die Hände mit Seife. Dadurch wird die Haut sehr strapaziert. Was genau dahintersteckt und wie die Hände wieder seidig weich werden, erklärt Tirol Q Expertin und Kosmetikerin Astrid Westerthaler von 2 Sisters Cosmetics. Alles zur richtigen Handpflege hier: 

Die Haut als größtes Organ unseres Körpers kann sich eigenständig “reparieren”, wenn man beispielsweise an Wunden denkt. Wird die Haut jedoch immer wieder und einfach zu viel strapaziert, dann reichen die hauteigenen Reparaturmechnismen oft nicht mehr aus. Die Folgen davon ist offene, schuppige, rissige, spröde Haut. Gerade jetzt werden unsere Händen durch das häufige Händewaschen sehr strapaziert. Durch die verwendete Seife reagiert die Haut an den Händen mit genau diesen Symptomen.

Was tun gegen spröde Hände?

Unsere Expertin Astrid Westerthaler liefert ein paar praktische Tipps und Infos, zur richtigen Handpflege für Zuhause.

Die richtige Seife

„Hier empfehle ich eine Seife zu verwenden, welche pH-neutral ist, bzw. Syndets (= synthetische Detergentien) zu verwenden. Beim Kauf von Flüssigseifen auch darauf achten, dass “Seifenfrei”, “ph-neutral” oder “pH 5,5” angeführt ist“, erklärt die Tirol Q Expertin.

Pflege mit Apfelessig

Wichtig für unsere Haut ist, dass wir sie dabei unterstützen, den “Säuremantel” wiederherzustellen und dieser nach dem Waschen so schnell wie möglich auf einen pH-Wert von 5,5 kommt.

„Hier kann ich die Verwendung von Apfelessig empfehlen. Bitte diesen aber NIE pur verwenden, die Essigsäure wäre viel zu scharf für die Haut. In eine Schüssel Wasser einfach einen kleinen Schuss Apfelessig geben. Das Wasser sollte nur leicht sauer sein. Die gewaschenen Hände in dieses Wasser eintauchen, ganz kurz reicht schon, und WICHTIG: im Anschluss nicht abtrocknen, sondern die Flüssigkeit einfach nur an der Luft trocknen lassen“, lautet der Tipp der Kosmetikerin.

Dadurch bleibt der saure Überzug auf der Haut und tut ihr gut – gerade bei Problemhaut. Dies kann immer nach dem Händewaschen gemacht werden.

Gut eincremen

Ebenso kann man zusätzlich mehrmals täglich oder wenn man unterwegs ist, eine Handcreme verwenden. Hier die Empfehlung der Expertin: „ Verwenden Sie eine Pflegecreme und keine Schutzcreme. Bitte auf das Etikett achten und die Hände am besten mit einer Pflegecreme, die “pflegende” Wirkstoffe gegen trockene, rissige, entzündete Haut beinhaltet, auftragen.“

Eine Portion Extra-Pflege für die Hände

Die Expertin empfiehlt zudem:

  • die Hände 1 x pro Woche zu peelen
  • im Anschluss gut mit Pflegecreme eincremen
  • in einen Nylonsack “schlüpfen” und dann Handschuhe darüber zuziehen.
    Man kann auch die Hände mit dem Nylon in ein Handtuch einwickeln/einpacken.

„Die Haut erwärmt sich dadurch, die Wirkstoffe der Pflegecreme werden nun extra gut von der Haut aufgenommen. Nach ca. 20-30 Minuten kann man das ganze wieder abnehmen und hat als Ergebnis eine wunderschöne, glatte, feine Haut an den Händen“, erklärt Astrid Westerthaler von 2 Sisters Cosmetics.

Eincreme

Hände eincreme

Warum wird die Haut überhaupt spröde?

An der Hautoberfläche haben wir zum Schutz vor chemischen, mechanischen oder physikalischen Einflüssen unseren Hydro-Lipid-Mantel. Umgangssprachlich kennt man ihn unter “Säureschutzmantel”. Der pH-Wert einer gesunden Haut befindet sich – chemisch betrachtet – im sauren Bereich, nämlich bei pH 5,5.

„Eine Seife ist normalerweise im alkalischen Bereich, also im Bereich ab pH-Wert 8 aufwärts. Wenn wir also mit einer alkalischen Seife die Hände waschen, wird unser hauteigene “Säureschutzmantel” zerstört und die Haut benötigt zur Wiederherstellung des sauren ph-Wertes von 5,5 ein bis 1,5 Stunden“, erklärt Tirol Q Expertin, Kosmetiker und Innungsmeisterin Astrid Westerthaler.

Die Basis von Händedesinfektionen sind Alkohole wie z.B. Ethanol oder Iso-Propanol und zusätzlich sind noch rückfettende, feuchtigkeitsbindende Wirkstoffe wie z.B. Glyzerin sowie auch Farb- und Duftstoffe enthalten. Auch  müssen sie sporizid, bakterizid und viruzid wirken, damit die Mikroorganismen abgetötet werden.

„Waschen und desinfizieren wir uns somit plötzlich mehrmals täglich unsere Hände, dann reagiert unsere Haut auf Grund der ungewohnten und intensiven Behandlung“.

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