Was ist eine Lymphdrainage?

Die manuelle Lymphdrainage ist eine sehr komplexe und strukturierte Technik, die zusätzliche anatomische Kenntnisse über die Lymphbahnen, Lymphknoten und Wasserscheiden benötigt. 

Voraussetzung für die richtige Anwendung einer Lymphdrainage sind Know-How und eine entsprechende Ausbildung – wie die eines HeilmasseursBei der Ausbildung zum Heilmasseur bzw. zur Heilmasseurin wird dieses Wissen zur Lymphdrainage in Therapie vertiefend behandelt.   

Anwendungsgebiete 

Die Lymphdrainage ist eine sehr wichtige Massagetechnik, um folgende Krankheitsbilder zu behandeln:  

  • Ödeme z.B. nach Operationen  
  • Ödeme bei Tumorerkrankungen mit Entfernung der Lymphknoten 
  • Beinödeme bei Herzinsuffizienz   

Auch bei Verletzungstraumen und weiteren Erkrankungendie zu Ödemen oder auch zu Hämatomen führen, kommt die Lymphdrainage zum Einsatz. 

Sie ist auch bei anderen Erkrankungen sehr gut einsetzbar, da sie zu einer MuskeltonusSenkung führt, zur Entschlackung bei Diäten, bei Hauterkrankungen und unter anderem, um das Immunsystem zu aktivieren. 

“Die Lymphdrainage hat mit ihren speziellen Techniken eine große Bedeutung, um Ödeme jeglicher Art dem Lymphsystem zuzuführen”, so Heilmasseurin Patrizia Mancini-Mair.

Die Lymphdrainage wurde sehr lange von der Medizin vernachlässigt. Erst mit der Erfindung des Elektronenmikroskops wurde das Lymphsystem erkennbar gemacht. 

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Massage - Lymphdrainage

Heilmasseure verfügen über genaue Kenntnisse zur Lymphdrainage

Bedeutung und Funktion des Lymphsystems   

Das Blut erfüllt eine lebenswichtige Transportfunktion für die Nährstoffe, einerseits für Sauerstoff und andererseits dient es zur Aufrechterhaltung der konstanten Körpertemperatur. Um jede einzelne Zelle eines Organismus zu versorgen, verzweigt sich die ursprüngliche sehr große Arterie zu immer kleineren Gefäßen bis hin zum Kapillarnetz. Dort findet ein Austausch statt. Da nur 90% des Blutes wieder aufgenommen werden (Resorption von Ultrafiltrat), benötigt der Körper einen zusätzlichen Mechanismus: das Lymphsystem. Es ist kein geschlossener Kreislauf wie der Blutkreislauf. Den Lymphgefäßen sind Lymphknoten zwischen geschaltet. Sie haben Filterfunktion, sowie eine sehr wichtige immunologische Aufgabe. 

Bei Infektionen oder bestimmten Erkrankungen kommt es vermehrt zur Wasser-Einlagerung, die dann zu einer Ödembildung führen können. Speziell bei der Entnahme der Lymphknoten bei Tumorerkrankungen, hat die Lymphdrainage einen unverzichtbaren therapeutischen Stellenwert. Ein Ödem kann bei längerer Lagerung im Gewebe zu weiteren Erkrankungen führen und sollte daher unbedingt behandelt werden. 

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